FINNLAND

Er kommt gerne.

Einen ganzen Stapel Fotos aus aller Herren Länder hat er von daheim mitgebracht, die wir uns gestikulierend und bewundernd anschauen.

In Bombay und in Sri Lanka und auf den Malediven war er schon, erklärt er uns minenreich die Bilder.

„Ich war schon mal in Kelze!“ murmele ich leise.

Barbara wirft mir einen bösen Blick zu.

„Wenn er das nun doch versteht?“

Sie ist immer meine fürsorgliche Bremserin und versucht das Unheil zu verhindern, das aus meinem Munde kommt.

Als junger Mann sei er auch Rennen mit seiner Cross-Maschine in Finnland und in Norwegen auf den Lofoten gefahren.

 

Das Finnische kann man mit keiner anderen Sprache verwechseln.

Das ist wohl das einzige Originelle daran.

Er erklärt uns die Zahlwörter von eins bis zehn.

Ich merke mir die beiden ersten Zahlen: „yksi…kaksi.“

Ich merke mir als Eselsbrücke „Fix und Foxi.“

Auf den Taxen in Finnland steht immer „Taksi.“

Auch putzig !

Bankautomaten heißen „pankkiatomaatti.“

Und „ja“ und „nein“ heißt „kyllä“ und „ei.“

Dann machen wir in Windeseile unser Gespann wieder klar zur Weiterreise.

Auch eine Birne vom Frontscheinwerfer tauscht der Gute gleich aus.

Wir zahlen 70 Euro, drücken ihm Prospekte von unserer Heimat in die Finnenhand und eine Visitenkarte von uns.

Gut, dass ich zuvor nachgeschaut habe, was auf finnisch:“ Vielen Dank“ heißt.

So freut er sich, als ich ihm beim Abschied sage:“palion gedoxia!“

Alle Wörter werden in Finnland mit ganz wenigen Ausnahmen klein geschrieben.

Praktisch!

Obwohl…Ich liebe unsere deutsche Sprache aber so, wie sie ist.

Nicht klein, nicht groß, sondern variantenreich.

So wird man immer wieder mal angeregt beim Schreiben wegen der Groß- und Kleinschreibung.

Wir verlassen die Stadt Muonie mit guten Gefühlen und fahren wieder, wie geplant nach Norden.

50 Kilometer Umweg haben wir gestern machen müssen, da wir ja nach Süden fahren mussten.

Das sind auch 50 Kilometer wieder zurück bis an die Kreuzung bei Palojoensuu, bis wir wieder auf der Strecke nach Norden sind.

100 Km, das sind 300 Zetorminuten Umweg.

Egal, der Trecker läuft wieder und die Sonne scheint touristenfreundlich.

Die Landschaft um uns herum zeigt sich von ihrer besten Seite.

Man meint zuweilen, in der Lüneburger Heide zu sein.

Es grünt und blüht zwar noch gar nichts, jedoch die wilde Natur hält uns gefangen.

 

In der "Tundra" der Finnmark
In der „Tundra“ der Finnmark

 

Besser, als wenn uns der Bauwagen oder der Trecker wegen einer Panne gefangen hält.

2 Gedanken zu „FINNLAND“

  1. Hallo, ihr alle im Netz, die ihr uns so liebe Kommentare schreibt :
    UNS GEHT’S GUT !
    Danke für die guten Wünsche !!!
    Das Abenteuer „Europatour“ geht weiter.
    Kann halt nur selten online sein, da nicht immer Wlan-Verbindung besteht.
    Ich hoffe in der kommenden Woche aus dem Baltikum berichten zu können.
    Das wird sicher nicht weniger spannend als die Länder, die wir zuvor bereist haben.
    Info:
    Inzwischen waren schon über 65000 User auf unserer Seite.
    Neuer Rekord!
    Wir waren auch inzwischen 6x in der schwedischen, 2x in der norwegischen und 3x in der finnischen Presse.
    Gut, dass wir nicht nach Timbuktu oder Kirgistan fahren wollen.
    Zeitungsartikel wären dann fast gar nicht mehr zu übersetzen.
    Also, ihr Lieben…bleibt uns weiterhin treu und…gewogen !
    Es grüßen herzlich aus Kouvola/Südschweden zwei durchgeknallte Globetrotter

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