Schweden – 10.05.11

10. Mai

Um Neun ist unser fleißiger Gunnar schon wieder zur Stelle. Eine 80×8 mm Schraube und die passende Mutter dazu hat er im Dorf in irgendwelchen Kellern aufgestöbert, um die letzte Fixierung an der Lichtmaschine anzubringen. Dann geht’s schnell. Um Zehn sitzen wir freudestrahlend auf unseren gepolsterten Plätzen und freuen uns über die Weiterfahrt. Herzlich verabschieden wir uns von Gunnar, nicht ohne ihm einen Schein in die Hand gedrückt zu haben und umarmen uns mehrmals. Er hat Tränen in den Augen. Vielleicht ist’s auch der scharfe Morgenwind, der ihm um die Nase weht. Er verspricht, uns einmal in Deutschland zu besuchen. Ein feiner Mensch, dieser Dänenschwede!

Nun aber schnell auf die 9 Kilometer-Rumpelstrecke von Lannavaara bis zur E 45. Das dauert immerhin fast 30 Minuten. Die Grabsteine des Friedhofs, die wir so trist in Erinnerung hatten, funkeln nun im Morgenlicht. Uns fällt auf, dass auf der Strecke nach „oben“ hin und wieder kleine, braun gefärbte Nagetiere ohne Schwanz ganz ungeniert über die Straße laufen. Wie wir später von einem Deutschen, den wir unterwegs trafen und der in Hammerfest mit einer Norwegerin zusammen lebt, erfuhren, wären das sogenannte Lemminge. Sie sind harmlos, würden aber fest zubeißen können, wenn man ihrer habhaft wird. Lemminge also! Ob die von den Einheimischen auch gegessen werden? Uns würde nichts mehr wundern.

Nach gut drei Stunden sind wir im schwedischen Grenzstädtchen „Karesuando.“ Zehn Kilometer weiter liegt das Pendant auf der finnischen Seite mit dem Namen „Kaaresuvanto.“ Zwei Minuten vor der unsichtbaren Grenze holt Barbara aus der Touristeninformation, die sich direkt an der Brücke am Fluss „Könkämäeno“ befindet, Aufkleber für die Zetorhaut. Da springt ein jüngerer kahlköpfiger Schwede aus dem Haus hinter Barbara her und hält eine Spiegelreflexkamera in der Hand. Ich rede ihn auf schwedisch an. Er gibt sich als Reporter dieser Gegend für die Stadtausgabe aus und möchte einen Bericht über uns bringen. Sein Name ist Juha Pahajoki, wie ich auf seiner Visitenkarte lese. www.karesuando.se

Das wäre der Sechste seitdem wir Schweden unsicher machen! Ich habe aber schon seit 11 Tagen keine Gelegenheit mehr gehabt, ins Internet zu kommen, um all die Zeitungsberichte online nachzulesen. Entweder haben die kleinen „ICA-Märkte“, wo ich Tageskarten kaufen kann, für immer geschlossen oder auf den Campingplätzen gibt es keine Wlan-Verbindung. Wir fallen frohen Mutes in Finnland ein.

Die nächsten 2-3 tage werde ich dann unter „“ berichten.

Also dann wen’s interessiert…bitte auf die finnische Seite klicken. Da wird’s wieder mal spannend.

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